China Update – Januar 2019 (ASPOMA ASSET Management)

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Drei gute Gründe, warum das Jahr 2019 ein konstruktives Umfeld am chinesischen Aktienmarkt bietet:

1.       Pekings Entschlossenheit, ein stabiles Wirtschaftswachstum zu erreichen

2.       Die Erwartungen für das Gewinnwachstum im Jahr 2019 von rund 10% sind realistisch 

3.       Bewertungsniveaus liegen deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt

 

 Peking ändert die Prioritäten der Wirtschaftspolitik

 Von „Entschuldung“ in den Jahren 2017 und 2018 hin zu „Stabilisierung des Wachstums“ im Jahr 2019. Peking setzt dabei auf eine aktive Fiskalpolitik, eine weitere Lockerung der Geldpolitik und das Fortsetzen der Strukturreformen 

Die starke Konjunkturentwicklung in den Jahren 2017 und 2018 nutzte die chinesische Regierung, das Wachstum der Verschuldung unter Kontrolle zu bringen. Und dies mit Erfolg: Seit Mitte 2017 lag das Wachstum der Aktiven von Finanzinstitutionen (in erster Linie Kredite) unter dem nominalen gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Dies bedeutet, dass das Verhältnis aus Schulden und Wirtschaftsleistung konstant blieb bzw. sogar leicht gesunken ist

Erwartetes Gewinnwachstum von rund 10% im Jahr 2019 erscheint realistisch

 Die aktuellen Wachstumserwartungen für 2019 wurden bereits während des vergangenen Jahres deutlich nach unten korrigiert und sollten die Folgen der Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und des Handelskonflikts bereits weitestgehend reflektieren.

Zu Beginn des Jahres 2018 lagen die Gewinnerwartungen für das Jahr 2019 bei über 20%. Ab der Jahresmitte kam es dann zu einer deutlichen Korrektur um rund 11 Prozentpunkte. Die Gewinnerwartungen wurden von den Marktteilnehmern also bereits deutlich reduziert. 

Ein Gewinnwachstum von rund 10% entspricht in etwa dem erwarteten realen Wirtschaftswachstum von 6.5% zuzüglich einer erwarteten Inflation von 2,5%. Die oben erwähnten Steuersenkungen werden das Gewinnwachstum zusätzlich stützen. Das Risiko, das die tatsächliche Entwicklung deutlich hinter den Erwartungen zurückbleiben wird, dürfte also eher gering sein. 

Ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von unter 10x hat historisch regelmäßig zu einer (deutlich) positiven Kursentwicklung im Verlauf des kommenden Jahres geführt 

 Die Bewertungsniveaus für den MSCI China und den HSI liegen derzeit bei 9.5x bis 10.0x, rund 1 Standardabweichung unter ihrem langjährigen Mittelwert. Nimmt man die historischen Daten als Maßstab, dann dürfte der Spielraum nach unten begrenzt sein.

Seit dem Jahr 2005 lag das Kurs-Gewinn-Verhältnis siebenmal unter 10x auf Basis der erwarteten Gewinne für die kommenden zwölf Monate. Im Schnitt hielten diese Phasen jeweils für acht Monate an.

In den folgenden kam es in der Regel zu deutlich positiven Kursentwicklungen.